Gewaltprävention
Gewalt früh erkennen, Risiken einordnen und Prävention im Alltag von Einrichtungen verankern.
Kompetenzbereich
Nahezu 20 Jahre unmittelbare Praxis mit Menschen, die wegen Gewaltdelikten inhaftiert waren. Diese Erfahrung ist die Grundlage meiner heutigen Arbeit in Fortbildung, Qualifizierung und Fachberatung.
Praxis
Steffen Knippertz verfügt über nahezu 20 Jahre praktische Erfahrung in der professionellen Antigewaltarbeit. Über viele Jahre führte er bundesweit Anti-Gewalt-Trainings in Strafvollzugseinrichtungen durch und arbeitete dabei unmittelbar mit Menschen, die aufgrund von Gewaltdelikten inhaftiert waren.
Diese Arbeit hat geprägt, wie Gewalt heute verstanden und bearbeitet wird: nicht als Schlagwort, sondern als Geschehen mit Vorgeschichte, Funktion und Dynamik, das Verantwortung verlangt und zugleich Verstehen möglich macht.
Aus dieser langjährigen Praxis ist eine wesentliche Grundlage seiner Expertise in Gewaltprävention, Deeskalation, Eskalationsdynamiken und im professionellen Umgang mit gewalttätigem beziehungsweise gewaltgeprägtem Verhalten entstanden.

Was daraus entsteht
Gewalt früh erkennen, Risiken einordnen und Prävention im Alltag von Einrichtungen verankern.
Eskalationsdynamiken verstehen und in angespannten Situationen professionell handeln.
Wie sich Situationen und Beziehungen aufschaukeln – und wo andere Wege möglich sind.
Eine professionelle Haltung zwischen klarer Grenze, Verantwortung und Beziehung.
Haltung
Gewalt zu verstehen bedeutet nicht, Gewalt zu akzeptieren. Wer Gewalt ausgeübt hat, trägt Verantwortung dafür, und zwar unabhängig von seiner Geschichte. Antigewaltarbeit verbindet deshalb klare Haltung gegenüber der Tat mit Respekt vor dem Menschen.
Dieser Doppelblick zieht sich durch die gesamte Arbeit: gegenüber Menschen mit gewalttätigem Verhalten ebenso wie gegenüber den Fachkräften, die täglich mit ihnen arbeiten.
Klar in der Haltung zur Gewalt. Respektvoll gegenüber dem Menschen.
Deradikalisierung & Extremismus
Im Strafvollzug arbeitete Steffen Knippertz auch im Kontext von Deradikalisierung und Extremismus. Dazu gehörten insbesondere die Auseinandersetzung mit islamistischem Fundamentalismus und mit Rechtsextremismus und den damit verbundenen Radikalisierungs- und Gewaltprozessen.
Transfer
Die Erfahrungen aus nahezu zwei Jahrzehnten Antigewaltarbeit fließen heute in unterschiedliche Tätigkeitsfelder ein.
Beratung von Jugendämtern und Einrichtungen.
Gemeinsames Verstehen komplexer Gewaltfälle.
Für pädagogische Fachkräfte, individuell als Inhouse-Format.
Anti-Gewalt- und Deeskalationsqualifizierung.
Seminare zu Macht und Ohnmacht in der Jugendhilfe.
Professioneller Umgang mit Eskalationen im Berufsalltag.
Außerdem: Reflexion der eigenen Rolle und eigener Reaktionsmuster von Fachkräften, Teil von Fortbildung, Supervision und Fachreflexion. Siehe Supervision & Fachreflexion.
Für wen
Die Erfahrung aus dem Strafvollzug ist nicht nur für Justizvollzugseinrichtungen relevant. Dynamiken von Gewalt, Macht und Kontrollverlust zeigen sich in Jugendhilfe, Klinik, Schule und Jugendamt ähnlich, nur unter anderen Rahmenbedingungen.
Erzählen Sie mir von Ihrer Situation. Gemeinsam klären wir, welche Form der Fortbildung oder Beratung weiterhilft.