11-tägige Qualifizierung
Umgang mit Aggression und Eskalation im schulischen Kontext
Handlungssicherheit für Schulbegleiter*innen, Klassenassistent*innen und pädagogische Mitarbeitende
Aggression verstehen.
Eskalationen früh erkennen.
Im Schulalltag sicher handeln.
Einleitung
Schule ist ein Ort von Beziehung, Entwicklung und Lernen.
Gleichzeitig erleben Schulbegleiter*innen, Klassenassistent*innen und pädagogische Mitarbeitende Situationen, in denen herausforderndes Verhalten, Aggressionen oder Eskalationen sie an ihre professionellen Grenzen bringen können.
Die 11-tägige Qualifizierung vermittelt praxisnahes Wissen und konkrete Handlungskompetenzen für den professionellen Umgang mit solchen Situationen.
Dabei geht es nicht darum, Kinder und Jugendliche zu kontrollieren oder lediglich auf auffälliges Verhalten zu reagieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, was hinter einem Verhalten steht, wie Eskalationen entstehen und wie Fachkräfte durch Beziehung, Haltung, Kommunikation und professionelles Handeln zur Deeskalation beitragen können.
Zielgruppen
Für wen die Qualifizierung gedacht ist
- Schulbegleiter*innen
- Klassenassistent*innen
- Integrations- und Inklusionsbegleiter*innen
- pädagogische Mitarbeiter*innen an Schulen
- Mitarbeitende im Ganztag
- Schulsozialarbeiter*innen
- weitere Fach- und Unterstützungskräfte im schulischen Kontext
Inhalte
Die elf Bausteine der Qualifizierung
Aufeinander aufbauend, vom Verstehen über die eigene Rolle bis zum sicheren Handeln im System Schule.
Modul 1: Aggression und Gewalt verstehen
Entstehung, Funktion und Dynamik aggressiven Verhaltens
Modul 2: Eskalationen verstehen
Eskalationsverläufe erkennen und Frühwarnzeichen wahrnehmen
Modul 3: Die eigene Person als professionelles Werkzeug
Eigene Reaktionsmuster, Trigger, Stress und Haltung reflektieren
Modul 4: Beziehung vor Intervention
Beziehungsaufbau und Beziehungsgestaltung als Grundlage pädagogischen Handelns
Modul 5: Kommunikation in angespannten Situationen
Sprache, Körpersprache, Präsenz und deeskalierende Gesprächsführung
Modul 6: Professionelle Deeskalation
Konkrete Strategien für akute Konflikt- und Eskalationssituationen
Modul 7: Grenzen setzen ohne Demütigung
Klarheit, Konsequenz und wertschätzende Grenzsetzung miteinander verbinden
Modul 8: Herausforderndes Verhalten im Unterricht
Handlungsmöglichkeiten bei Verweigerung, Provokation, Impulsdurchbrüchen und Konflikten
Modul 9: Sicherheit in akuten Situationen
Eigenschutz, Schutz anderer Schüler*innen und abgestimmtes Vorgehen im schulischen System
Modul 10: Zusammenarbeit im System Schule
Rollenklärung und Kooperation zwischen Schulbegleitung, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Eltern und weiteren Beteiligten
Modul 11: Praxistransfer und Handlungssicherheit
Fallarbeit, Übungen, Reflexion konkreter Situationen und Entwicklung individueller Handlungsstrategien
Besonderheit
Eine fundierte Qualifizierung, kein kurzer Workshop.
Die Qualifizierung verbindet theoretisches Wissen mit einem hohen Praxis-, Übungs- und Selbstreflexionsanteil.
Konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden werden aufgegriffen und gemeinsam bearbeitet.
Ziel
Die Teilnehmenden erkennen nach Abschluss Eskalationsdynamiken früher, ordnen das Verhalten von Kindern und Jugendlichen besser ein und handeln auch in schwierigen Situationen professioneller, sicherer und deeskalierender.
Referent
Steffen Knippertz
Langjährige Erfahrung in Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Gewaltprävention, Antigewaltarbeit und professioneller Deeskalation.
Fast 20 Jahre praktische Arbeit mit gewaltgeprägtem und gewaltorientiertem Verhalten sowie langjährige Tätigkeit als Lehrkraft und Schulsozialarbeiter.
Mehr über Steffen Knippertz · Deeskalation & Gewaltprävention · Macht & Ohnmacht

Qualifizierung für Ihre Schule oder Ihren Träger
Die 11-tägige Qualifizierung kann als Inhouse-Angebot für Schulen, Schulträger, Jugendhilfeträger und Anbieter von Schulbegleitung individuell geplant werden.