ADQ®

ADQ® – Gewalt verstehen, Handlungsmöglichkeiten erweitern

Antigewalt- und Deeskalationsarbeit mit einer verstehenspädagogischen Grundhaltung. Steffen Knippertz ist ADQ®-Lehrtrainer und Ausbilder und vermittelt den Ansatz in Ausbildung, Einführungskursen und Inhouse-Formaten.

Was ist ADQ®?

Ein verstehenspädagogischer Ansatz

ADQ® steht für eine Form der Antigewalt- und Deeskalationsarbeit, die Gewalt nicht auf Technik und Kontrolle reduziert. Sie fragt nach dem Menschen hinter dem Verhalten, nach der Situation, in der es entsteht, und nach den Beziehungen, in denen es wirkt.

Die Arbeit richtet sich an Fachkräfte, die täglich mit Aggression und Gewalt zu tun haben – in der Jugendhilfe, im Vollzug, in Kliniken, Schulen und weiteren Einrichtungen.

Zentral ist die Verbindung von klarer Haltung gegenüber Gewalt, Verständnis für ihre Entstehung und professioneller Handlungsfähigkeit.

Auf einen Blick

  • Verstehenspädagogische Grundhaltung
  • Gewalt verstehen, ohne sie zu akzeptieren
  • Funktion, Entstehung und Aufrechterhaltung von Verhalten im Blick
  • Selbstreflexion der Fachkraft als fester Bestandteil
  • Vermittelt von einem ADQ®-Lehrtrainer und Ausbilder

Haltung

Gewalt zu verstehen bedeutet nicht, Gewalt zu akzeptieren.

Verstehen ist keine Entschuldigung. Es ist die Voraussetzung dafür, wirksam und nachhaltig mit Gewalt umzugehen. Grenzen, Schutz und Konsequenzen bleiben notwendig – und werden wirksamer, wenn sie in einer tragfähigen Beziehung stehen.

Die Haltung gilt in beide Richtungen: Respekt gegenüber Menschen mit gewalttätigem Verhalten, ohne ihr Verhalten zu verharmlosen, und Respekt gegenüber den Fachkräften, die täglich unter Druck handeln müssen.

Beziehung, Kontext und die eigene professionelle Reaktion gehören zum Bild – nicht nur das Verhalten des Gegenübers.

Gewaltverständnis

Nicht nur fragen: Wie stoppen wir dieses Verhalten?

Sondern zusätzlich diese vier Fragen:

Funktion

Welche Funktion hat dieses Verhalten?

Was erreicht, schützt oder verhindert es – aus Sicht des Menschen, der es zeigt?

Entstehung

Wie ist es entstanden?

Welche Erfahrungen, Beziehungen und Situationen haben dieses Verhalten geprägt?

Aufrechterhaltung

Was hält es aufrecht?

Welche Reaktionen der Umgebung – auch unsere eigenen – stabilisieren das Muster?

Alternativen

Welche anderen Handlungsmöglichkeiten können entwickelt werden?

Was braucht es, damit andere Wege überhaupt möglich werden?

Methodik

Wie in ADQ®-Formaten gearbeitet wird

Haltung wird nicht erklärt, sondern erfahrbar gemacht – im Wechsel von Impuls, Übung und Reflexion.

Verstehen von Gewalt
Modelle und Perspektiven zu Entstehung, Funktion und Dynamik von gewalttätigem Verhalten.
Fallarbeit
Arbeit an Situationen aus Ihrem Alltag mit dem Ziel, Muster zu erkennen und neue Wege zu entwickeln.
Selbstreflexion
Eigene Haltung, Reaktionen und Eskalationsmuster werden Teil der Arbeit.
Praktisches Erproben
Wahrnehmung, Gesprächsführung und Handlungsoptionen in geschützten Übungssituationen.
Beziehungsgestaltung
Grenzen setzen und Verbindung halten – als gemeinsame Aufgabe.
Transfer
Verabredungen und Übungen, die im Arbeitsalltag weiterwirken.

Wie geht es weiter?

ADQ® kennenlernen

Sie möchten wissen, ob ADQ® zu Ihrer Einrichtung oder Ihrer beruflichen Entwicklung passt? Sprechen wir darüber.